Gezählt und verglichen: das Schweizer Internet in Zahlen Gezählt und verglichen: das Schweizer Internet in Zahlen

Gezählt und verglichen: das Schweizer Internet in Zahlen

Seitdem in den 1990er Jahren das Internet massentauglich gemacht wurde, hat das World Wide Web global und auch in der Schweiz einen kometenhaften Aufstieg erfahren. Wir zeigen anhand unterschiedlicher Statistiken, wie das Internet hierzulande verwendet wird.

Mauro Landolt Mauro Landolt · Head of Communication

Ein Leben ohne Internet ist für kaum jemanden noch vorstellbar. Und egal ob «Digital Native» oder Rentner, es nutzt praktisch jede Person in der Schweiz das Internet. Das zeigen aktuelle Zahlen des Bundesamtes für Statistik: Vergangenes Jahr hatten über 95 % der Schweizer Bevölkerung zwischen 15 und 88 Jahren mindestens einmal das Internet genutzt. Eine tägliche Verbindung zum Internet stellen 2021 derweil nicht weniger beachtliche 87,7 % der Schweizerinnen und Schweizer her, was im Vergleich zu 2019 einer Steigerung von 2,7 % entspricht.

Mit immer besserer Netzabdeckung und zunehmend smarter werdenden Endgeräten überrascht es nicht, dass auch in den entlegensten Orten Sportübertragungen oder die neusten Blockbuster gestreamt werden können. Die gefühlte Allgegenwart des World Wide Web führt ebenso dazu, dass nicht nur überregional, sondern auch entlang der gesamten Altersdemographie auf Internetdienste zurückgegriffen wird: Während die unter 45-Jährigen in über 90 % der Fälle mehrmals täglich im Web surfen, sind es immerhin 76 % der 65- bis 74-Jährigen sowie 53 % der ab 75-Jährigen, die das Internet tagtäglich nutzen.

Bei der Wahl des Mediums für den Webzugriff beanspruchen Smartphones übrigens einen markanten Anteil für sich: Ganze 42,05 % aller Internet-Seitenaufrufe entfallen gemäss StatCounter per Juni 2022 in der Schweiz auf Mobiltelefone. Bei den Tablets sind es 2,6 %. Interessant ist an dieser Stelle der Vergleich mit den Zahlen für die globalen Seitenaufrufe: Während Smartphones weltweit über 59 % der Seitenaufrufe ausmachen und damit deutlich vor den Desktop-Aufrufen mit rund 38 % stehen (das Niveau der Tablets ist global auf ähnlichem Niveau wie in der Schweiz), so werden hierzulande nach wie vor am meisten Aufrufe über Desktop-Geräte verzeichnet (55,34 %).

Champions, Emporkömmlinge und Vergessene

Im World Wide Web trifft man natürlich auch auf ganz unterschiedliche Webbrowser: Unangefochtene Nummer eins ist gemäss StatCounter der Browser Google Chrome mit einen Marktanteil von 42,99 % in der Schweiz (Stand: Juni 2022). Ein ebenfalls substanzielles Stück der hiesigen Internetnutzung, nämlich 32,27 %, hält der zweitplatzierte Browser Safari von Apple. Global gesehen ist die Vormachtstellung von Google Chrome gar noch deutlicher wahrzunehmen: Gemäss StatCounter lag der globale Marktanteil von Chrome per Juni 2022 bei 65,87 %. Safari liegt weltweit mit 18,61 % an abgeschlagener zweiter Stelle.

Marktanteile von Webbrowsern in der Schweiz und weltweit. Eigene Darstellung nach statcounter.com.

Bei den Suchmaschinen liegt gemäss Statista wenig überraschend Google mit 91,66 % meilenweit vor dem Zweitplatzierten Bing: Nur 4,62 % aller Schweizer Suchen erfolgten im abgelaufenen Jahr über den Dienst von Microsoft. Auf die beiden alternativen und immer grösseren Bekanntheitsgrad erlangenden Suchmaschinen DuckDuckGo und Ecosia entfallen immerhin 1,35 % respektive 1,14 % der Marktanteile. Kaum mehr Bedeutung in der Schweiz hat heutzutage die Suchmaschine von Yahoo!, welche gerade noch auf 0,83 % Marktanteil kommt.

Wer sich übrigens fragt, was aus der einstmals beliebten AltaVista-Suchmaschine geworden ist: Diese verlor nach der Jahrtausendwende im Schatten von Google immer mehr an Bedeutung und wurde schliesslich 2003 von der Firma Overture übernommen, welche wiederum nur Monate später von Yahoo! aufgekauft wurde.

Google und WordPress an der Spitze

Auch im Ranking der Websites, die von den meisten Schweizerinnen und Schweizern besucht werden (Stand: Juni 2022), grüsst Technologiegigant Google von ganz oben: Die Domain google.com macht laut der Erhebung von similarweb mit einem Traffic-Anteil von 15,32 % wiederum mit weitem Abstand vor youtube.com (5,51 %) – ebenfalls einem Google-Service – das Rennen. Die erste .ch-Domain, die auch nicht aus den Händen des Konzerns vom Silicon Valley stammt, ist übrigens blick.ch. Der Internetauftritt der Tageszeitung rangiert mit 1,29 % des gesamten Traffics auf dem sechsten Platz.

Apropos Schweizer Domains: Gemäss der Registerbetreiberin SWITCH sind per 15. Juli 2022 insgesamt 2’494’888 Domainnamen mit .ch-Endung registriert. Zum Vergleich: Anfang 2009 waren es gerade halb so viele. Für die Top-Level-Domain .li aus Liechtenstein sind per Stichtag 15. Juli 2022 69’577 .li-Domains – und damit annähernd doppelt so viele wie das Fürstentum Einwohner hat – registriert.

Für die Verwaltung der Inhalte auf den zahlreichen Schweizer Websites greifen die meisten Website-Betreiber auf etablierte CMS (Content-Management-Systeme) zurück: Gemäss einer Auswertung von Statista vom Juni 2021 wurden 60,6 % der Schweizer Websites mit WordPress verwaltet. Der erste Verfolger TYPO3 ist mit 24,5 % doch arg distanziert. Den dritten Rang teilen sich Drupal und Joomla! mit je 8,5 %. Der Vergleich mit der globalen Statista-Statistik zeigt: Auch weltweit ist WordPress mit 43 % klar führend.

Dass WordPress in Sachen Content-Management für Unternehmen und Private der unbestrittene Favorit ist, verdeutlichen auch die Hosting-Zahlen von Hostpoint: Neben über 900’000 Domains betreut der Provider aus Rapperswil-Jona mehr als 300’000 Websites, wovon wiederum über 100’000 auf WordPress-Installationen entfallen. Damit ist Hostpoint einer der führenden WordPress-Dienstleister im Schweizer Markt.

Shoppen und Verkaufen übers Netz

E-Commerce ist nicht erst seit der Corona-Krise ein Milliardenbusiness. Aber die Pandemie hat den Wachstumstrend sicher nicht abgeschwächt. Im Gegenteil: 2021 lag der helvetische Online-Konsum gemäss dem HANDELSVERBAND.swiss bei 14,4 Milliarden Schweizer Franken. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg von satten 9,9 %.

Die Pandemie war es auch, die zumindest zu Teilen Verursacherin des veränderten Verhaltens der Kundschaft bei Online-Käufen ist: 2021 ist die Anzahl der Shopper, die mittels Smartphone-App bezahlen, sprunghaft gestiegen (von 14 % auf 34 %). Gleichzeitig wurden Kreditkarten für die Einkaufstour im Web vergangenes Jahr nur noch zu 57 % (im Vergleich zu 66 % 2019) verwendet. Kryptowährungen, etwa Bitcoin, wurden von rund 60’000 Personen (> 1 %) für das Bezahlen von Online-Einkäufen eingesetzt.

Schweizerinnen und Schweizer kaufen – ganz zur Freude der hiesigen E-Commerce-Branche – bevorzugt bei Onlineshops im Inland ein. Im vergangenen Jahr verzeichnete der HANDELSVERBAND.swiss über 12,3 Milliarden CHF an verkauftem Umsatz über Schweizer Online-Händler. Nur etwa 2,1 Milliarden CHF wurden bei ausländischen Shops eingekauft.

Entwicklung Schweizer Onlinehandel in Mrd. CHF sowie nach Herkunft der Shops (Schweiz/Ausland). Eigene Darstellung nach handelsverband.swiss.

Das Ranking der umsatzstärksten Onlinehändler im Schweizer Markt führt gemäss einer Erhebung des Beratungsunternehmens Carpathia aktuell zalando.ch an. Der Fashion-Shop erzielte 2021 über 1,4 Milliarden CHF Umsatz und überholte damit den Elektronikhändler digitec.ch, welcher mit rund 1,1 Milliarden CHF auf Platz zwei liegt. Der erste ausländische Shop ist amazon.de mit etwa 840 Millionen CHF auf Rang drei.

Am Ende kommt es auf die Sicherheit an

Die Allgegenwärtigkeit des Internets hat jedoch auch in der Schweiz seine Tücken. So bekommt das Thema Internetsicherheit eine stetig wachsende Bedeutung. Personendaten müssen geschützt sein, Zahlungen sauber abgewickelt werden können, und das Übermitteln von Dateien soll möglichst sicher sein. Deshalb ist das Thema Sicherheit für unbeschwertes Surfen im Internet nicht zu unterschätzen. Immer neue Technologien versprechen zwar viele Möglichkeiten, lassen die Benutzer aber leider allzu oft die Sicherheit etwas vergessen.

Zahlen des Nationalen Zentrums für Cybersicherheit (NCSC) zeigen einen deutlichen Wachstumstrend bei Meldungen zu Internetkriminalität. Im Jahr 2021 verzeichnete das NCSC insgesamt 21’714 Meldungen zu Cybervorfällen. Dies sind mehr als doppelt so viele wie noch 2020. Dieser Trend dürfte sich auch im laufenden Jahr kaum geändert haben. Meldungen zu Betrug machen mit über 52 % dabei den grössten Anteil aus. Aber auch Phishing-Fälle sind alles andere als selten. Allein im ersten Halbjahr 2021 verzeichnete das NCSC 2’439 Phishing-Meldungen, was einer Verfünffachung gegenüber der Vergleichsperiode im Vorjahr entspricht.

Hostpoint nimmt das Thema Sicherheit im Interesse der Kunden sowie der eigenen Infrastruktur sehr ernst. Die Infrastruktur wird fortlaufend auf potenzielle Schwachstellen geprüft und optimiert. Die Systeme weisen einen hohen Schutz vor DDoS-Angriffen auf, und mit weit über 300’000 DNSSEC-signierten .ch-Domains wird der Informationsfluss im Schweizer Internet ein gutes Stück sicherer gemacht.

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