Ben, was hat eigentlich deine Neugier für IT ausgelöst?
Schon bevor ich mich für eine Lehre in der Informatik entschieden habe, konnte ich meiner Familie immer wieder bei technischen Problemen helfen, vor allem meinen Grosseltern. Ich sollte für sie oft am Handy oder am Laptop etwas einrichten, zum Beispiel ein E-Mail-Konto oder den Drucker. Einmal hatten sie ein hartnäckiges Internetproblem. Der Support des Anbieters kam nicht weiter, aber ich konnte es mit einem Reset des Routers lösen. Danach lief alles wieder. Das hat mich total gefreut, und es war wohl der Moment, der mein Interesse an der IT so richtig geweckt hat.
Später musste ich überlegen, welche Fachrichtung am besten zu mir passt. Nur zu programmieren wäre mir zu eintönig. Das ist für mich wie Staubsaugen: es funktioniert, aber es ist immer gleich und muss regelmässig gemacht werden. Bei der Plattformentwicklung ist aber zum Glück mehr Abwechslung drin.
Auf Hostpoint bin ich dann durch meinen Vater gestossen. Er ist schon lange Kunde bei Hostpoint, und wir wohnen in der Nähe. So hat für mich alles gut gepasst, und ich habe mich beworben.
Wie lief bei dir der Bewerbungsprozess ab?
Ich war zuerst für eine Schnupperlehre bei Hostpoint, um mir einen ersten Eindruck vom Betrieb und vom Beruf zu machen. Danach habe ich mich offiziell beworben und wurde zu einem Selektionstag eingeladen.
An diesem Tag mussten wir verschiedene Aufgaben lösen, darunter auch ein technisches Szenario mit einem Netzwerkproblem, und dazu dann eine kleine Präsentation halten. Auch arbeiteten wir dann mit Mitarbeitenden von Hostpoint zusammen, um zu zeigen, wie wir uns im Team verhalten. Ich fand das eine faire und spannende Art, uns kennenzulernen. Vor allem habe ich mich gefreut, als kurz danach die telefonische Zusage kam!
Welche Eigenschaft braucht man unbedingt für diese Lehre, und welche lernt man automatisch?
Eine wichtige Eigenschaft ist sicher Lernbereitschaft. In der Informatik und besonders bei Hostpoint gibt es immer wieder neue Technologien, Tools und Abläufe, die man kennen sollte. Da muss man immer up to date bleiben. Was man automatisch lernt, ist Multitasking und das Priorisieren und Strukturieren von Aufgaben. Vieles passiert oft gleichzeitig, und man muss einen guten Überblick behalten. Das kommt aber laufend mit der Erfahrung.
Was lernst du in der Berufsschule, und wie ergänzt es sich mit dem, was du bei Hostpoint lernst?
Abgesehen von den üblichen Fächern wie Mathe, Englisch und Allgemeinbildung haben wir verschiedene Informatik-Module. Diese finde ich natürlich am spannendsten. Ein konkretes Beispiel: Bash Scripting. Das haben wir relativ früh im Unterricht behandelt, und es hat sich auch als nützlich bei der Arbeit herausgestellt. Ich nutze es täglich bei Hostpoint, um Aufgaben zu automatisieren oder Logs effizient auszuwerten. Es ist richtig motivierend, wenn ich etwas, was ich in der Schule lerne, direkt im Berufsalltag anwenden kann.
Wie erlebst du die Zusammenarbeit mit deinem Berufsbildner hier bei Hostpoint?
Wir haben meistens jede oder jede zweite Woche ein Gespräch, bei dem wir von der Arbeit über die Schule bis hin zu privaten Themen alles Mögliche besprechen können. Das hilft mir, den Überblick zu behalten und Fragen direkt zu klären. Wenn mal spontan etwas ist, kann ich auch jederzeit auf meinen Berufsbildner zugehen. Das funktioniert sehr unkompliziert, und ich fühle mich gut unterstützt.
Gab es etwas, das dich bei Hostpoint überrascht hat?
Was mich positiv überrascht hat, ist, dass man mir Einblicke in verschiedene Hostpoint-Abteilungen anbietet. So sehe ich nicht nur meine eigene Abteilung, sondern lerne ganz Hostpoint kennen und wie es ist, mit den anderen zusammenzuarbeiten. Zuerst wird man mit Schulungen ausgebildet und dann kann man auch aktiv mitwirken und selbst Aufgaben übernehmen. Die Abteilungen, in die ich eintauchen kann, sind der 1st-Level-Support, der 2nd-Level-Support und das Abuse Desk. Das hilft sehr, um das ganze Unternehmen besser zu verstehen.
Wie lief dein Besuch im 1st-Level-Support?
Ich habe sehr viel gelernt, doch was mir am meisten geblieben ist: wie man mit Kunden umgeht. Was wollen Hostpoint-Kunden, was sind ihre Bedürfnisse? Oder auch, wie man mit verärgerten Kunden umgeht, obwohl das natürlich eine Seltenheit ist (lacht).
Während meiner Zeit im Support hatte ich Kontakt mit Kunden über Chat, E-Mail und Telefon. Gegen Ende durfte ich sogar einen Kunden persönlich bei uns im Büro beraten. Besonders cool fand ich es, wenn die Kundschaft am Schluss zufrieden war und sich bedankt hat, weil ich ihr Problem lösen konnte. Als Plattformentwickler hat man sonst eher wenig direkten Kontakt mit der Support-Abteilung der Firma. Umso spannender war es daher, mal zu sehen, wie diese Arbeit funktioniert und was unsere Kollegen jeden Tag so alles leisten.
Wie ist es, der jüngste Mitarbeiter in einer Firma von über 100 Leuten zu sein?
Das Lustige ist: Ich spüre gar nicht so sehr, dass ich der Jüngste bin, da ich gleich behandelt werde wie die Älteren. Es ist nicht so, wie ich es von anderen Lernenden höre, dass man als nicht vollwertig behandelt wird. Ich fühle mich, als wäre ich schon länger dabei, obwohl ich erst ein Jahr hier bin, was sehr cool ist.
Auch werde ich nach Feedback gefragt und in Teamaufgaben integriert, wo ich Verantwortung übernehmen kann. Im Team System Operations habe ich die interne Benutzerverwaltung aktualisiert und im Support am Ende selbstständig die Kundschaft beraten und betreut. So konnte ich in verschiedenen Bereichen schon früh etwas Wichtiges beitragen, was mich sehr motiviert und mir zeigt, dass man mir vertraut.
«Ich fühle mich, als wäre ich schon länger dabei, obwohl ich erst ein Jahr hier bin.»
Welche digitalen Tools findest du spannend – beim Lernen, in der Schule oder einfach so?
Privat nutze ich manchmal ChatGPT. In der Oberstufe haben wir das zum ersten Mal genauer angeschaut. Ich weiss noch, vor einem Jahr, als wir testweise KI-Bilder generiert haben, kam nichts Gescheites dabei raus, und die KI konnte noch nicht so spezifische Antworten geben. Heute könnte man sich hingegen zum Beispiel einen kompletten Wirtschaftskreislauf erklären lassen.
Ich finde es grundsätzlich gut und beeindruckend, wie man schnell und effizient damit lernen kann. Wenn man es also «richtig» verwendet, sehe ich es als eine Chance, sich weiterzuentwickeln, und als eine sehr gute Lernoption.
Wie gehst du mit stressigen Arbeitstagen um?
Weil man den ganzen Tag im Büro viel sitzt und am Bildschirm arbeitet, ist Bewegung für mich ein guter Ausgleich. Ich spiele zweimal pro Woche Volleyball im Verein, was mir hilft, den Kopf freizubekommen und runterzufahren. Cool ist auch, dass Hostpoint als Benefit einen Teil vom Sportabo übernimmt. Das passt natürlich super, wenn man eh schon regelmässig trainiert!
Was ist dein persönlicher Tipp für alle, die sich für eine Lehre in der IT interessieren?
Viel schnuppern! Und nicht nur im IT-Bereich, denn es hilft, wenn man sich möglichst breit orientiert und auch andere Bereiche ausprobiert. Bei der Bewerbung sollte man dann unbedingt alles Relevante beilegen, was man gesammelt hat: Schnupperberichte, Zeugnisse, Diplome oder einfach alles, was zeigt, dass man voll dabei ist und sich aktiv mit dem Thema auseinandergesetzt hat.
Letzte Frage: Hast du schon Pläne für die Zeit nach der Lehre?
Ich habe verschiedene Ideen, aber zum Glück muss ich mich noch nicht jetzt entscheiden. Es gibt viele Wege, die man nach der Lehre einschlagen kann. Ob direkt in den Beruf, eine Weiterbildung oder etwas ganz anderes. Ich lasse mir offen, wohin es geht, und bin gespannt, was sich in den nächsten Jahren ergibt.
Du bist interessiert?
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